Viagra (Sildénafil) war das erste Medikament für Impotenz. Es wurde durch Pfizer seit April 1998 in der USA hergestellt. Vom Anfang war es sehr beliebt für die Behandlung von erektile Funktionsstörung und andere Erektionprobleme.
Innerhalb 14 Tagen der Etablierung haben die Ärzte mehr als 110.000 Rezepte pro Woche für Viagra geschrieben. Innerhalb 14 Wochen wurden 2 Millionen Rezepte in der USA geschieben.
Viagra ist ein Phosphodiesterase-5-Hemmer. Ein Teil des physiologischen Prozesses der Erektion beinhaltet die Freisetzung von Stickoxid (NO) im Corpus Cavernosum. Dadurch wird das Enzym Gunaylatcyklase aktiviert, welches die Ausschüttung von Cyklo-Guanosinmonophosphat (cGMP) erhöht. So wird eine leichte Muskelentspannung im Corpus Cavernosum ausgelöst, welche das Einströmen von Blut und damit die Erektion ermöglicht.
Ausmaß und Dauer einer Erektion hängen vom Blutzufluss und Blutabfluss in den Schwellkörpern des Penis ab. Die Blutzufuhr wird durch ringförmige Muskeln in der Arterienwand des Corpus cavernosum gesteuert. Im nicht erigierten Zustand sind diese angespannt und verschließen die Gefäße. Wird der Mann jedoch sexuell erregt, führt dies in den betreffenden Muskelzellen zur Bildung von cGMP (zyklischem Guanosinmonophosphat). Die Muskeln entspannen sich und der Gefäßquerschnitt wird vergrößert, was dazu führt, dass arterielles Blut in die Schwellkörper fließt und eine Erektion auslöst. Molekularer Gegenspieler des cGMP ist das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5), welches das cGMP spaltet. Viagra wirkt dadurch, dass es PDE-5 blockiert und dafür sorgt, dass auch geringe Mengen von cGMP zu einer Erektion führen.
Viagra liegt in Tablettenform vor und sollte etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Die Wirkung tritt nach etwa einer halben Stunde ein und dauert nicht länger als vier Stunden. Viagra ist erhältlich in 25mg, 50mg, und 100mg. Wenn Sie sich nie vorher genommen haben, nehmen Sie sich die niedrigste Dosierung und erhöhen Sie die Dosierung nur wenn ineffektiv.
Nach Studien ermöglicht der Wirkstoff Sildenafil bei 69 % der männlichen Patienten eine Erektion, die für die Dauer eines Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten wird.
Mit der Markteinführung von Viagra war die erektile Dysfunktion erstmals bei vielen Patienten ohne große Unannehmlichkeiten behandelbar. Dies hatte weitreichende Folgen auf das Sexualleben in vielen Familien und Partnerschaften. Auf der einen Seite war vielen Patienten, die aufgrund von Erkrankungen wie Diabetes, KHK, etc. nicht mehr in der Lage waren, eine Erektion zu erlangen, wieder die Möglichkeit zu einem erfüllten Liebesleben gegeben.
Leichte: fliegende Hitze, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Magenschmerzen, nach Mahlzeiten. Diese Nebenwirkungen brauchen normalerweise keine medizische Behandlung. Normalerweise verschwinden diese, sobald sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat.
Schwere: abnehmendes Sehvermögen, Blasenschmerzen, blutiger Stuhl, Übelkeit, Durchfall. Bitte konsultieren Sie einen Arzt sollten sie an ernsten Nebenwirkungen leiden.
Wichtig: Wenn Sie eine hinausgezögerte und schmerzhafte Erektion für 4 Stunden oder mehr haben, gehen Sie sofort zum Arzt. Sie brauchen vielleicht eine sofortige medizinische Behandlung um ständigen erektilen Funktionsstörung vorzubeugen.
Sollten Sie an Herzproblemen leiden, so besprechen Sie sich bitte mit ihrem Arzt über die Risiken von Viagra. Die Wirkung von Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Nitrate oder Stickstoffmonoxid-Donatoren enthalten, kann stark ansteigen. Eine gleichzeitige Einnahme kann zu starken Blutdruckabfall mit anschließendem Kollaps führen. Daher sollten Patienten die derartige Medikamente einnehmen, Sildenafil nicht anwenden.